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SS-Hauptscharführer arbeitete als Spezialist für Linke beim Verfassungsschutz

Dezember 17, 2011
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Dass in den Verfassungsschutzämtern dem Ende des 2. Weltkrieges zahlreiche NS-Täter ein neues Zuhause fanden, darauf wies schon einige Autor_innen und Forscher_innen hin. Über einen neu recherchierten Fall informierte nun die Stuttgarter Zeitung, bzw. der Historiker Andreas Lörcherv aus Ulm.

Letzterer war bei Recherchen auf den Namen Viktor Hallmayer gestoßen, der arbeitete bis in die 1960er Jahre als  Mitarbeiter des Verfassungsschutzamtes Baden-Würtemberg – und war Experte für Kommunisten und andere Linke, dieses Spezialwissen eigenete er sich während seiner Karriere als SS-Hauptscharführer an, bei der Verfolgung der Rèsistence in Paris.

Hallmayers in der StZ dargestellte Karriere von 1950 – 1970 in der BRD ist atemberaubend – mit Gründung der Behörde Anstellung, zahlreiche Beförderungen, Verbeamtung, Schutz seitens der Behörde bei unangenehmen Anfragen zu seiner Tätigkeit im NS und nichtzuletzt eine Pension bei der Dienstansprüche bis in Jahr 1932 zurück voll vergütet wurden.

Siehe für weitere Information zur Geschichte des Verfassungsschutzes auch das Buch: Rübner/ Mohr, “Gegenerbestimmung”, 2010

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