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Vom Zündeln und “den Linken” – und Behörden

März 30, 2012
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Bilder von brennenden Autos in Berlin und Hamburg haben sich in den letzten Jahren zu einem Symbol für die drohende “Gefahr von links” gemausert. Sie fungierten als Grundlage für Repressionsmaßnahmen, die Bereitstellung von Mitteln zur Prävention und das eine oder andere Talk-Show-Gequassel. Nur die Ermittlungsergebnisse ließen zu wünschen übrig, außer einem sozial frustierten Mormonen der Ende letzten Jahres gefasst wurde, und der derzeit vor Gericht steht. Ein Beitrag zur Nachbetrachtung dieser Fehlinformation der Öffentlichkeit ist derzeit auf dem annalist-blog zu finden.

Fragen nach der Grundlage werfen auch diese Ermittlungen auf: Am 17.3. war bei mdr zu erfahren, dass in Finsterwalde Razzien bei Menschen stattgefunden haben, die der linken Szene zugerechnet werden. Begründung für die Hausdurchsuchungen war, man hätte Indizien dafür, dass die Verdächtigen 2009 42 Bundeswehrfahrzeuge in Dresden angezündet hätten. Beschlagnahmt wurden Unterlagen, Computer, Fotokameras, es wurden DNA-Proben und Fingeradrücke genommen.

Einzig und allein Haftbefehle ergingen nicht. Nicht am 17.3. Das könnte damit erklärt weden, dass die Fundstücke ja erst ausgewertet werden müssen – das dauert. Jedoch, heute schreiben wir den 30.3. Verhaftet wurde nach unseren Informationen nach wie vor niemand. Ach ja, und weil ein beschuldigtes Geschwisterpaar ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern hat, wurden die gleich mit durchsucht.

Ob in Dresden 2009 viele frustierte Mormonen wohnten, die vorher in Konflikt mit der Bundeswehr geraten sind, ist uns nicht bekannt. Auf die Ermittlungsergebnisse sind wir allemal gespannt.

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