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Spezialisten gegen Linksextremismus II

Januar 14, 2011
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Auf Anfrage von MdB Monika Lazar (Grüne) gab das Ministerium für Familie, Senioren und Frauen eine neue Auflistung der Träger heraus (diesmal mit Zahlen), die sich im Jahr 2011 mit dem Linksextremismus beschäftigen. Es sind im Vergleich zu 2010 ein paar neue hinzugekommen, andere sind weggefallen:

Archiv der Jugendkulturen e.V. – Projekt: „Die Autonomen“ (88.290 Euro) – „Ziel des Projektes ist die Generierung von Wissen über die Entwicklungsgeschichte und aktuellen Ausprägungen der autonomen Szene in Deutschland, die modellhafte Entwicklung von Fortbildungsangeboten für unterschiedliche Zielgruppen zum Thema und die Bereitstellung der Forschungsergebnisse in Form verschiedener (online- und Print-) Publikationen.“

Internationaler Jugendhof Scheerberg – Projekt: „Jugend für Demokratie und gegen Extremismus“ (217.671 Euro)ein Lernprozess hat eingesetzt, das Motto wurde im Vergleich zum Vorjahr grundlegend geändert, da hieß es noch „Jugend für Demokratie und Extremismus“.

Amadeu-Antonio-Stiftung  – Projekt: „Thematisierung israelbezogenen Antisemitismus – Aktionswochen gegen Antisemitismus 2011“ (52.748 Euro)

Das Rauhe Haus – Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie – Projekt: „Zugänge der Jugendhilfe zu links-autonomen Jugendszenen in Hamburg“ (43.4000 Euro) – auch die suchen erstmal das Zielobjekt:Ziel des Projekts ist es herauszufinden, inwieweit linksextremistische Jugendliche und solche die gefährdet sind, von den Angeboten der offenen Jugendarbeit in den Stadtteilen Hamburgsoder von Streetworker/innen in ihren Szenen erreicht werden können. Ziel ist es zudem, neben einer Literaturrecherche, die Einschätzungen der Polizei, des Verfassungsschutzes und der Justiz um spezifische (sozial)pädagogische und sozialräumliche Perspektiven sowie die Perspektiven der Zielgruppe selbst und deren Umfeld zu ergänzen.“

Violence Prvention Network – Projekt: „Modellprojekt zur Prävention von Linksextremismus am Beispiel Berlin Wedding“ (80.078 Euro) Die gehen auf die Suche nach den Linken, aus der Projektbeschreibung: …wird ein Modellprojekt zur Prävention von Linksextremismus am Beispiel der Städte Berlin und Hamburg gefördert. Hauptziel desModellprojektes ist es zum einen, die unterschiedlichen Möglichkeiten der Erreichbarkeit der Szene zu eruieren. Die Erreichbarkeit ist durch den Umstand erschwert, dass diese Zielgruppe durch aufsuchende und stationäre Angebote der Jugendarbeit selten bis gar nicht angesprochen wird.

Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW) – Projekt: „Vermittlung von Schlüsselkompetenzen zur Auseinandersetzung mit antidemokratischen gewaltorientierten Ideologien und Strömungen“ (247.303 Euro) gewonnen! Die EJBW fasst die meiste Kohle ab! Und hier muss einfach wiederholt werden: da Neonazis weder antidemokratisch noch gewaltorientiert sind, wie auch der gesamte Rest der bundesdeutschen nicht-extremistischen Bevölkerung, aber diese lästigen Blockade-Unterstützer in Dresden so gefährlich für die Demokratie, erwerben wir diese Schlüsselkompetenzen mit Mitteln aus dem Linksextremismus-Islamismus-Topf  „Demokratie stärken“.

Konrad Adenauer Stiftung – Projekt: „Linksextremismus in Deutschland: Erscheinungsbild und Wirkung auf Jugendliche“ (94.104 Euro)wir warten immer noch auf die Dokumentation des im Jahr 2010 durchgeführten Symposiums und erhoffen uns davon endlich Grundlagen, herauszufinden was Linksextremismus nun eigentlich genau ist.

Zeitbild-Stiftung – Projekt: „Demokratie schützen – Linksextremismus vorbeugen“ (25.500 Euro)„Die Zeitbild Stiftung wird ein Informationsheft für Lehrer (Zeitbild WISSEN) erstellen, das über die Gefährdung unserer freiheitlich- demokratischen Grundordnung speziell durch den Linksextremismus aufklärt. Gleichzeitig sollen mit dem Zeitbild WISSEN auch geeignete Präventionsmaßnahmen für die Schulen entwickelt werden. Es besteht aus Wissensmodulen mit Fakten und Hintergründen und aus Diskussionsanregungen und Arbeitsaufträgen. Der zweite Teil diskutiert die Möglichkeit der Prävention in der Schule. Hierzu werden Workshops mit Extremismus-Forschern, Pädagogen und Jugendlichen durchgeführt und in dem Zeitbild WISSEN dokumentiert.“

Quelle: Antwort des BMFSFJ auf Fragen von MdB Lazar  vom 11.01.2011/ Bundestagsdrucksache Drucksache 17/4334 (in beiden sind Träger und Finanzierung aufgeführt, allerdings mit unterschiedlichen Daten.)

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