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AStA der Ev.Hochsschule und Antifa Hamburg gegen Extremismusformel

Januar 30, 2011
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Angesichts des Protests zivilgesellschaftlicher Organisationen gegen die Extremismusklausel mochte man sich in den letzten Wochen fragen, wie von staatlichen Mitteln unabhängige Initiativen und Gruppen reagieren würden. Auch hier tut sich was. Der AStA des Rauhen Hauses/ Evangelische Hochschule Hamburg setzt sich gegen die vom eigenen Haus geplante Forschung zum Linksextremismus zur Wehr. Das Forschungsprojekt wird aus dem Anti-Linksextremismustopf des BMFSFJ gesponsert und hat sich zum Ziel gesetzt „Zugänge der Jugendhilfe zu links-autonomen Jugendszenen in Hamburg“ zu erforschen (siehe auch). Am 2.2.2011 wird dort eine Disskussionsveranstaltung zum Thema staatfinden, zudem werden Sozialpädagog_innen und andere, die innerhalb der Forschungsarbeit befragt werden sollen aufgefordert, das ganze Unterfangen zu boykottieren. Als Begründung wird angegeben:

Gerade vor dem Hintergrund der bundesweit geführten „Extremismusdebatte“ und der damit verbundenen Gleichsetzung von linken Utopien mit rechtem Gedankengut ist dieses vorhaben für uns nicht akzeptabel.

Teile der Hamburger Antifa, die ja zum Forschungsgegenstand der Wissenschaftler_innen des Rauhen Hauses erklärt wurden, unterstützten nun Proteste wie den Aktionstag gegen die Extremismuserklärung am 1.2.2011. Sie erklären:

…da dieser ganze Extremismus-Scheiss nicht nur zivilgesellschaftliche Träger betrifft, sondern auch „Förderprogramme gegen Linksextremismus“ legitimiert, finden wir es wichtig sich auch von linksradikaler Seite dazu zuverhalten.

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