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130.000 Euro vom Staat für Neonazis

Februar 13, 2011
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Während in den letzten Wochen die mutmaßliche Vergabe von staatlichen Fördergeldern an vermeintlich „Linksextreme“ zum bundesweiten Aufregerthema avancierte wurde bekannt, dass der ehemalige Anführer der „Wehrsportgruppe Hoffmann“ in den letzten Jahren massiv von staatlichen Geldern profitierte. Karl-Heinz Hoffmann kaufte 2004 im sächsischen Kohren-Sahlis ein altes Rittergut. Seine Kontakte in die Neonaziszene rissen nie ab, auch wenn er ab und an versicherte, sich in Sachsen nicht politisch betätigen zu wollen. Zuletzt hielt er im September 2010 einen Vortrag vor ca. 100 Neonazis. Informationen sowohl über die Vergangenheit Hoffmanns als auch seine derzeitigen Aktivitäten lassen sich einfach ergoogeln, stellen also keineswegs ein Geheimnis dar. Trotzdem unterstützte die sächsische Staatsregierung den Aufbau des Hoffmannschen Rittergutes in den Jahren 2005-2007 mit ca. 130.000 Euro. Das Geld wurde zur „Erhaltung und Pflege von Kulturdenkmalen“ gewährt, wie der Antwort auf eine Kleine Anfrage im Sächsischen Landtag (Drs. 5/4674) zu entnehmen ist.
Informationen darüber, ob Hoffmann sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen musste, bevor er die Mittel erhielt, liegen der Redaktion bislang nicht vor.

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