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Extremismus MittenDrin

April 21, 2011
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Ein Neuruppiner Jugendprojekt ist ins Visier des Verfassungsschutzes Brandenburg geraten – und zeigt Flagge mit rosa Hassseite und inhaltlicher Auseinandersetzung.

Das Jugendprojekt „MittenDrin“ wird im neuen Verfassungsschutzbericht des Landes Brandenburg als Beispiel für „linksextremistische Aktivitäten“ aufgeführt. Damit könnte das Projekt in Zukunft in Bedrängnis geraten, denn es wird zum Beispiel von der Stadt Neuruppin unterstützt. Nun wird in der Stadtverordnetenversammlung hinter verschlossenen Türen diskutiert, wie man als Fördermittelgeber mit diesen Vorwürfen umgehen kann.

Konkret beziehen sich die Geheimdienstler auf einen Forum-Eintrag auf der Webseite des Vereins, in dem ein Buch über Ex-RAF-Terroristin Inge Viett gelobt wird. Zudem wird „MittenDrin“ die Unterstützung der (vor Monaten aufgelösten) Band „Krachakne“ vorgeworfen, die schon seit längerem im Fokus der Behörden steht, da ihnen angelastet wird, im Lied „Schieß doch Bulle“ zur Gewalt gegen Polizeibeamte aufzurufen. Auch die Unterstützung gewaltsamer Proteste anlässlich des NATO-Gipfels 2009 wird den Mitgliedern unterstellt. Erwiderungen auf die Vorwürfe und Unterstellungen sind auf der neu gestalteten Internetseite des Vereins, die nun in zartem rosa gehalten ist, sich mit der Thematik auseinandersetzt und das im Verfassungschutzbericht inflationär gebrauchte Wort „Hass“ fast schon künstlerisch verarbeitet, zu finden.

Die Mitglieder des Vereins wollen sich gegen die Vorwürfe wehren, der Bürgermeister der Stadt Neuruppin Jens-Peter Golde reagiert bislang anscheindend gelassen, und stellt vorerst einem Artikel der Märkischen Allgemeinen vom 20.4.2011 folgend die inanzielle Unterstützung des Vereins durch die Stadt nicht in Frage.

Quelle: Märkische Allgemeine 20.4.2011, Screenshot der Internetseite von Mittendrin e.V.

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