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Gefährliches Gebäude wird untersucht – Razzia in Dresdner Wohnprojekt

Mai 4, 2011
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Gestern morgen fand erneut eine Razzia in der linken Szene in Dresden statt. Dieser waren Durchsuchungen im April vorausgegangen, bei denen das Wohnprojekt „Praxis“ ausgelassen wurde, weil Angaben des LKA zu Folge, ein Maulwurf die Bewohner_innen des Hauses vorwarnte. Nun scheinen die Bedenken seitens der Behörden verflogen zu sein, und man untersuchte das Objekt auf peinlichste. Angaben von MdL Julia Bonk zu Folge wurden die Bewohner mit Kabelbindern ruhig gestellt und Maschinenpistolen als Drohung zur Schau gestellt.

Wie die angesetzte Medienkampagne zum Thema dann in Teilen doch zu funktionieren zeigt, zeigt die Sächsische Zeitung, bzw. ihr Redakteur Alexander Schneider. Der schreibt in seiner Zeitung am 4.5.2011 folgendes:

Am 19. Februar kochten Leute der „Praxis“ Suppe für Menschen, die gegen Nazis in Dresden demonstrierten. Doch nachmittags kam es zu Ausschreitungen vor dem Haus – gut dokumentiert von Videoaufnahmen. Angeblich hatten von der Polizei begleitete Rechtsextreme das Haus unvermittelt angegriffen und mit Steinen beworfen.

Schneider sollte ein Video kennen, welches den „angeblichen“ Angriff von Nazis dokumentiert und auch zeigt, dass zwei Polizeifahrzeuge bei dem Angriff auf das Wohnprojekt, in dem auch Kinder wohnen, zusahen.

Doch schlimmer noch, Alexander Schneider hat recherchiert und herausgefunden:

Nun, gut zwei Monate später, mehren sich Hinweise, nach denen der Angriff von dem Gebäude ausgegangen sein soll.

Wo er die Hinweise her hat, lässt er im Dunkeln, das ist aber auch relativ uninteressant. Viel erkenntnisreicher ist die bildliche Vorstellung von dem, was da behauptet wird. Wir haben uns die Mühe gemacht:

Das linksextreme, gewaltmässige Wohnprojekt-Gebäude „Praxis“ in Dresden Löbtau, relativ weit entfernt von der Nazi-Demo-Route an dem Tag, hat sich auf den Weg gemacht um Nazis anzugreifen. Nachdem das Haus und seine Bewohner_innen endlich eine größere Gruppe gefunden hatten, „ging ein Angriff von dem Gebäude (…) aus“. Die Nazis, in Panik und Angst, haben erst versucht zu fliehen, aber feststellen müssen: das Haus ist einfach schneller. Also wehrte man sich in Not gegen dieses fiese Gebäude – wie das Video eindrücklich dokumentiert. Der im Video zu hörende „Gesang“ der Nazis heißt auch nicht, wie oft missverstanden, „Wir kriegen euch alle!“ sondern war der Ausdruck eines Wunsches der Menschen mit den schwarz-weiß-roten Fahnen: „Frieden euch allen!“ Und die beiden Polizeiautos, die die Nazis vor dem bösen Haus hätten schützen können? Darauf haben wir keine Antwort – außer vielleicht: da sieht man wie die Linken selbst die Polizeibehörden unterwandert haben, die nun gemächlich zusehen, wie die Demokratie mit Füßen getreten wird und Nazis sich der Übermacht eines Hauses alleine erwehren müssen. Aber das sind nur Vermutungen…

Wir sind auf den Fortgang der Ermittlungen gespannt.

Quelle: Sächsische Zeitung Online, Nachgeholte Razzia in linkem Projekt, Alexander Schneider, 4.5.2011,

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