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Junge Union ringt sich zu Statement durch: „Jeder Extremist ist Mist!“

November 30, 2011
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Während größere Teile der Bevölkerung ungläubig bis geschockt auf die Enthüllungen zur so genannten „Zwickauer Zelle“ reagieren, versucht die Junge Union NRW schon jetzt zurück auf den Pfad der Anti-Extremismus-Tugend zu gelangen – mit einem Aktionstag soll die öffentliche Aufmerksamkeit endlich wieder weggelenkt werden vom Neonazismus – hin zum Extremismus.

Flyer zum Aktionstag
Flyer zum Aktionstag

Die Nachrichtenmagazine überschlagen sich seit Wochen mit Neuigkeiten zum „Nazi-Terror-Trio“ und dazugehörigem Netzwerk. Sie beschäftigen sich dabei hauptsächlich mit den Fragen „Wer hätte das gedacht, dass es sowas gibt – eine gut vernetzte, durchideologisierte, teilweise bewaffnete Nazi-Szene?“ und „Welche Rolle spielten die Behörden?“  Währendessen fragen sich jahrelang kriminalisierte Antifa-Gruppen „Wieso überrascht das alle so? Das erzählen wir seit Jahren?“ Und die Junge Union? Was fragt die sich? Die fragt sich, wie sie möglichst schnell das mühsam aufgebaute Gespenst Linksextremismus wieder in die Debatte einspeist. Und das tut sie mit einem Aktionstag am 3.12. unter dem Motto „Jeder Extremist ist Mist!“ Auf der zugehörigen Webseite wird dann auch folgerichtig auf den Linksextremismus und andere Formen verwiesen, z.B. den so genannten Ausländerextremismus. Wir sind jedenfalls gespannt auf den Aktionstag, für den Musterpressemitteilungen erstellt wurden und ein eigener Aufruf verfasst wurde in dem es u.a. heißt:

Wir fordern die deutschen Sicherheitsbehörden dazu auf, die rechtsextremistische Mordserie entschlossen aufzuklären, um den Opfern ihre Würde zurückzugeben und Schaden von unserem Land abzuwenden. Zugleich müssen linksextreme und islamistische Straftaten ebenso gewissenhaft verfolgt werden. Jeder Extremist gefährdet den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Ob eine solche Reaktion einfach nur superlustig, wahnsinnig doof, widerlich pietätlos und unangemessen oder erwartbar ist – diese Entscheidung sei den Lesenden überlassen.

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