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Deutsches Jugendinstitut hält nichts von Schröders Linksextremismusprävention

Februar 27, 2012
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Das deutsche Jugendinstitut (DJI) aus München ist bislang nicht dadurch aufgefallen, bei tagespolitischen Diskurse mitzumischen. Nun wird es mehr oder weniger gezwungen – durch die tageszeitung. Der nämlich liegt der Zwischenbericht vor, den das DJI zu den Linksextremismus-Präventionsaktivitäten der Familienministerin verfasst hat. Wohlgemerkt, das renomierte Forschungsinstitut war damit beauftragt, das Bundesprogramm zu evaluieren und kam zu dem Schluß, eine sozialwissenschaftliche Fundierung fehle, es gäbe keine Informationen zum Phänomen „Linksextremismus“ und auch die Zeitbild-Broschüre sei nicht adäquat. Natürlich hat das Ministerium diesen Zwischenbericht unter Verschluss gehalten, wohl in der berechtigten Angst, es vielleicht hier mit  dem Tröpfchen zu tun zu haben, welches das Fass zum Überlaufen bringt. Wir erinnern, Frau Schröder sponsorte mit ihrem Antilinksextremismusprogramm Sauffahrten für die Junge Union in die Bundeshauptstadt (hier), es gab Engagement-Preise für Polizeiausbildungsstätten und Verfassungsschützer, schlussendlich hat sie sich mit der Einführung der Extremismusklausel bei Gewerkschaften, Kirchen und anderen Institutionen wahrlich nicht nur Freunde gemacht.

Ob das DJI nun vesucht selbst zu punkten, und die wissenschaftliche Deutungsmacht über die „Gefahr von links“ zu übernehmen (das lassen die in der taz abgedruckten Auszüge vermuten)  oder nun beginnt auch offiziell (jenseits von den Medien zugespielten Evaluationsberichten) Kritik zu üben, werden die nächsten Wochen zeigen.

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