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Linksextremismusbuch vom Markt

April 26, 2013
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Vor kurzem berichteten wir über die juristische Auseinandersetzung vor dem Landgericht Essen zum Buch „Linksextremismus – die unterschätzte Gefahr“ von R. van Hüllen (siehe auch hier) und H. Bergsdorf. Nun, nachdem das Gericht der Klägerin, der MLPD die sich durch die im Buch gemachten Ausführungen diffamiert fühlten, in zwei Punkten recht gab, das Buch zurück.

Neben den Ausführungen zur MLPD, denen wir uns an dieser Stelle schon ausführlich widmeten scheint der Verlag selbst nun auch andere als die beiden von der Richterin festgestellten Baustellen zu bemerken. Eine Überarbeitung der Veröffentlichung ist jedenfalls nicht geplant. Auf eins dieser von van Hüllen/Bergsdorf produzierten geistigen Schlaglöcher weist der Soziologe Arno Klönne im ND hin: Wie unseriös die beiden Autoren operieren, zeige sich, so Klönne, auch bei den Ausführungen zu Rosa Luxemburg. Bei ihr handele es sich um eine »rigorose Gegnerin« der Weimarer Republik, die versucht habe, „die Weimarer Nationalversammlung zu verunglimpfen“. Klönne: „Die Autoren kümmert es nicht, dass zur Nationalversammlung erst gewählt wurde, als Rosa Luxemburg schon ermordet war. (…) Offenbar macht die Kritikfähigkeit eines Lektorats Pause,wenn ein gelernter Verfassungsschützer als Autor auftritt und für die Gefährlichkeit einer linken Partei als Beweismittel anführt, diese habe der ihr nahestehenden Stiftung den Namen von Rosa Luxemburg gegeben.“

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