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Sächsische Zeitung macht Antifa hoffähig?

Januar 12, 2014
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Ungewöhnliche Wege sind es, auf den die Sächsische Zeitung vor kurzem wandelte. Am 9.1. titelte sie „Antifa zählt weniger rechtsextreme Straftaten“. Mit dem Verweis auf die Angaben eines „Marcel Renner Sprecher der Antifa Lausitz“ wird über einen ungegwöhnlich großen Rückgang so genannter „rechtsextremistischer Straftaten“ 2013 berichtet. Gegenstand der Berichterattung sind also die üblichen Mutmaßungen zum stastistischen Auf und Ab von rechten Übergriffen. Bemerkenswert ist allein die Quelle für die Informationen, auf die sich Autor Ralph Scherman bezieht. Zwar betont er:

Die von der Antifa zusammengestellten Zahlen sind zwar mit Vorsicht zu verwenden, weil sie stets von offiziellen Polizeiangaben abweichen und auch eine hohe Dunkelziffer beinhalten.

Von Rücksicht auf die Befindlichkeiten von Behörden die unsere Verfassung vor Extremisten vor links schützen wollen, findet sich allerdings keine Spur im Artikel. Lustiger noch: Sowohl die Polizeidirektion Görlitz als auch das Operative Abwehrzentrum wurden angefragt, wie sich sich zu den Antifa-Daten verhalten.

Auch diesmal wollten weder die Polizeidirektion Görlitz noch das 2012 gegründete Operative Abwehrzentrum der sächsischen Polizei mit Sitz in Leipzig die Antifa-Angaben bestätigen oder dementieren. Doch in ihrem Trend stimmten die Antifa-Angaben bisher immer.

Fast schon skurril erscheint diese Form der Berichsterstattung in der SZ auch mit Blick darauf, dass erst vor wenigen Wochen das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz vor den skandalösen Machenschaften von Antifa-Gruppen (vor allem aus Ostsachsen) warnte, die sich dem Monitoring von Nazi-Aktivitäten verschrieben habe und Nazis öffentlich outet. Abzuwarten bleibt nun, ob die SZ oder Autor Schermann einen eigenen Eintrag im Verfassungsschutzbericht bekommen, da sie linksextremistischen Gruppen und Einzelpersonen eine Propagandaplattform bieten.

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