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Was verpasst?

Januar 24, 2014
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Über die Lage in der Ukraine wird allerorts berichtet und wir maßen uns nicht an, unseren Senf zu dieser Mischpoke in der sich „Demokraten“, „Liberale“, „Europafreunde“ „Nationalisten“ und so richtige Nazis mit einem gewählten König anlegen, hinter dem große Teile des Landes zu stehen scheinen, abzugeben.

Aber wozu wir unseren Senf geben ist die Berichterstattung in Deutschland. Da wird tatsächlich und ernsthaft überall mit einem besorgten Unteton wie in der taz berichtet:

Präsident Viktor Janukowitsch hatte am Freitag ein Gesetzespaket unterzeichnet, welches das Demonstrationsrecht beschneidet und unter anderem Geldstrafen für Demonstranten vorsieht, die sich vermummen oder Helme tragen. (siehe hier)

Ja was denn?! Das wäre in Deutschland wirklich undenkbar. Demonstrierenden die sich vor Zugriffen der oder Kriminalisierung durch die Staatsmacht schützen wollen, das Vermummen und Helmetragen zu verbieten. Das wäre doch nicht demokratisch. Das kann man doch nicht einfach verbieten.

Fehlt nur noch der Verweis, dass in der Ukraine gebeten wird, Barrikaden abzubauen, Katapulte abzureißen und nicht mit Zwillen um sich, auf das Parlamentgebäude und anderswo hin zu schießen. Die Ukrainer sind wirklich noch weeeit entfernt von dem, was wir hier unter echter Demokratie verstanden wird. Wo jeder Bürger und jede Bürgerin, wenn sie mit Runden Tischen, Kungebungen und Petitionen kein Zentimeterchen vorwärts gekommen ist, logischerweise zu Demonstrationen aufrufen kann, auf denen dann tausende ihren politischen Willen vermummt und mit Helmen (man will ja auch ein bisschen posen) artikulieren.

Liebe Journalisten und Journalistinnen, die die ihr so „Bericht erstattet“, geht doch einfach mal zu einer Demo wo der Staat aufgefordert wird, dass eine oder andere Menschenrecht zu beachten und tauscht dort eure Presseausweise gegen einen kleinen süßen Schal oder eine Sonnenbrille in Kombination mit einem Helm – und viel Spass in der (auch deutschen) Realität.

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