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Evaluierte Linksextremismusprävention

Februar 2, 2014
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Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) war in den letzten Jahren für die Evaluation des Bundesprogramms „INITIATIVE DEMOKRATIE STÄRKEN“ zuständig. Durch das von Ex-Familienministerin Schröder aufgelegte Förderprogramm sollten Projekte unterstützt und initiiert werden, die sich den Themen Islamismus- und Linksextremismusprävention annehmen. Im Evaluationsbericht zum Jahr 2013 (zum Download hier) bekommt der Kampf gegen Links das Prädikat „überflüssig“.

Bereits im Winter 2012 erstellte das DJI eine Evaluation zum schwarz-gelben Kampf gegen Links die so kritisch war, dass das Familienministerium diesen Bericht vorerst unter Verschluß hielt. Die taz machte Frau Schröder damals einen Strich durch die Rechnung und stellte ein Exemplar zum Download bereit.

Der vor kurzem erschienene Bericht zum Jahr 2013 wird nun nicht mehr versteckt, sondern ist direkt auf der Internetseite des DJI abrufbar. Er schließt mit den Worten:

Bildschirmfoto 2014-02-02 um 15.11.35

Das klingt nach einer konkreten Absage an das gesamte Linksextremismuspräventionsprogramm. Nun darf man das DJI nicht mit einer unabhängigen, wirklich kritischen wissenschaftlichen Einrichtung verwechseln, immerhin ist das Bundesfamilienministerium einer der Hauptgeldgeber des Instituts mit Sitz in München. So verwundert es nicht, dass die „Kritik“ in großen Teilen in die Extremismusformel affimierender Weise daherkommt.

Bildschirmfoto 2014-02-02 um 15.12.44

Oder anders: zu anderer Zeit oder an spezifischen Orten wäre schon sinnvoll solch ein Programm zu implementieren. Denn antifaschistische, antikapitalistische oder gar anarchistische Ideen sind oberhalb der Versatzstückgrenze gefährlich.

Für interessierte am Ex-Schröderschen-Linksextremismus-Irrsinn sei hier auf unsere Beiträge zur Preisverleihung (auch hier) und zu speziellen „Projekten“ (hier, hier, hier, hier und an anderer Stelle) hingewiesen.

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