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„Die Entwürdigung des Gegners durch Extremisten“

April 24, 2014
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Gordian Meyer-Plath (GMP), der bei der Brandenburger Verfassungsschutzbehörde „groß“ gewordene ehemalige V-Mann Führer von Neonazi-Gewaltstraftäter und mutmaßlichem Spitzel im NSU Umfeld „Piato“ ist ein Vorzeigebeispiel für die Bäumchen-Wechsel-Dich Strategie, mit der Regierungen des Bundes und der Länder auf die Reihe von VS-Skandalen, Ungereimtheiten und Forderungen nach Abschaffung der VS-Behörden reagieren. Als in Sachsen ein paar Schlapphut-Untersätze wegen Ungereimtheiten bei der Aufarbeitung von Nazi-Terror dann doch nicht mehr tragbar sind, holt man sich den jungen, frischen GMP. Der übernimmt und baut die Beziehungen zum Ex-Arbeitgeber aus. Ein Ergebnis dieser unermüdlichen Netzwerk- und Aufklärungsarbeit scheint nun eine recht interessante Tagung am 15.Mai 2014 in Berlin zu werden. Unter dem Titel „Hass als politisches Programm. Die Entwürdigung des Gegners durch Extremisten“ geht es um alles: Hass, Politik, Würde und natürlich Extremisten. Und wahrscheinlich Dank des Engagements GMPs spielen auf der Tagung, die übrigens von allen VS-Behörden der Ostdeutschen Bundesländer präsentiert wird, Vertreter aus dem Freistaat Sachsen eine große Rolle. Referieren wird zum Beispiel – wir nannten ihn Godfather of Extremismusquatsch – Prof. Eckhard Jesse aus Chemnitz, der erst vor kurzem Österreich unsicher machte.

Besonders interessant finden wir folgenden Tagungsbeitrag :

Bildschirmfoto 2014-04-24 um 16.03.55Wow, der Freistaaat scheints geschafft zu haben. Er darf nun seine Experten für die autonome Szene ins von Kreuzberg gebeutelte Berlin entsenden. Was für eine Wertschätzung.

Zudem dient die Tagung offensichtlich auch dem Ziel, diese ganze NSU Geschichte noch weiter hinter sich zu lassen. So schlußstrichmäßig. Neben Beiträgen zu Islamismus, „islamfeindliche Propaganda im rechten Spektrum“, „Polizei als Hassobjekt“ und der erwähnten Auseinandersetzung mit „den Autonomen“ findet sich kein Beitrag zu den Themen NSU-Mordserie, mind. 180 Todesopfer rechter Gewalt in zwei Jahrzehnten usw.

Hier handelt es sich um eine besonders ausgefeilte Spielart von „Pietätlosigkeit als politisches Programm. Die Entwürdigung der Opfer durch den Verfassungsschutz“. Leider bleibt keine Zeit mehr, diesen Titeländerungsvorschlag einzureichen.

Schwamm rüber!

HIER die Ausschreibung zur Tagung.  Anmeldungen werden noch bis zum 28.4. entgegengenommen.

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