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Sachsens Dresden-VOLKsvertreter

Januar 6, 2015
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Allerorts wird diskutiert, warum in in Dresden 18.000 Pegida-Anhänger demonstrieren, während in anderen (westdeutschen) Städten auschließlich die Gegenkundgebungen vergleichbare Größe annehmen. In Sachsen hat die CDU nun ein Weg gefunden, die Situation zu normalisieren und gleichsam einen Imageschaden für Dresden zu minimieren ohne Wählerstimmen am rechten Rand zu verlieren oder das sächische Selbstverständnis auf den Kopf zu stellen. Da rufen Ministerpräsident Tillich und Dresdens Oberbürgermeisterin Orozs für nächsten Samstag zu einer Kundgebung auf, um zu „zeigen, dass Dresden und Sachsen weltoffen sind“. Yeah!? Aber was ist Weltoffenheit auf sächsisch? Das formuliert Orosz gegenüber BILD im Ganzen:

„Es ist außerordentlich wichtig, dass wir zeigen das Dresden und Sachsen weltoffen sind. Wir haben Verständnis für die Sorgen und Ängste der Bürger, können aber nur etwas ändern, wenn wir miteinander reden.“

Und dem Dresdner/sächsischen Selbstverständnis gerecht zu werden, läuft die Kundgebung unter dem Motto:

„Wir sind eine Stadt, ein Land, ein Volk“

Ja, richtig gelesen. Wenn man BILD glauben kann: Wir sind ein Volk. Der Slogan der in Leipzig und anderswo 1989/90 gerufen wurde, als für die demonstrierenden Massen der Wunsch nach einem geeinten Deutschland und endlich ein echtes Westauto fahren zu können weitaus bedeutender geworden war als die Frage nach der Etablierung einer wirklich gerechten Gesellschaft – jenseits von DDR und BRD. Ausführungen zum Volksbegriff vor dem Hintergrund des Themas Pegida und Co. ersparen wir uns hier.

Und wer denkt die Sachsen-Kotzgrenze sei erreicht, der/die mache sich nichts vor – da geht immernoch was…unser Vorschlag wäre:

Pegida offiziell zur Kundgebung „Wir sind eine Stadt, ein Land, ein Volk“ einladen, um schon mal zu quatschen über die Sorgen. Dann sind endlich alle ma beisammen und man knackt die 40.000. Danach vielleicht noch ein Marsch mit Fackeln, weißen Rosen und Kerzen zur nächsten Moschee? Als Menschenkette? Oder besser gleich zum Asylsuchendenheim?

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